Monolog von Eberhard Streul (Mitautor: Otto Schenk)
Neufassung / Reihe GEMEINSAM EINSAM
»Eigentlich wollte ich ja Sänger werden.«
Eine humorvolle Liebeserklärung an das Theater, erzählt aus der Perspektive des Requisiteurs Josef Bieder.
Der Alptraum eines jeden Theatermitarbeiters: das Publikum ist da, aber sonst niemand. Kein Schauspieler, kein Souffleur, kein Inspizient, denn eigentlich war die Aufführung abgesagt. Der einzig
Anwesende ist der Requisiteur Josef Bieder. Er soll die Vorstellung für den nächsten Tag einrichten. Bieder ist ein alter Theaterhase und kennt den eisernen Grundsatz: Wir spielen immer! Also
stellt er sich auf die Bühne und erzählt über die Bretter, die seine Welt bedeuten: die Welt hinter den Kulissen. Er redet über seinen Beruf als Requisiteur, fachsimpelt über die Tücke von Tieren
auf der Bühne, den Gebrauch von Dolchen und über das Theater an sich. Denn Bieder kennt sich aus, er weiß, was funktioniert und was nicht.
»Die Sternstunde des Josef Bieder« ist nicht nur eine komödiantische Hommage an das Theater, sondern auch an alle diejenigen, die sonst nicht im Rampenlicht stehen, wie Requisiteure, Techniker, Maskenbilder und somit an alle, die nie Applaus bekommen, ohne die aber eine Aufführung nicht möglich wäre.
Josef Bieder: Hannes Liebmann
Regie: Dorotty Szalma
Ausstattung: Esther Dandani, Mark Späth
Dramaturgie: Sylvia Martin
Hospitanz / Produktionsassistenz und Soufflage: Jaqueline Tille
Inspizienz: Razan Naser Eddin
Hospitanz / Ausstattungsassistenz: Nova de Reuter
Technischer Direktor: Sirko Sengebusch
Maske: Jaclin Kaufmann-Hochmuth, Miriam Kellmann, Kathleen Schapals (Leitung)
Requisite: Justin Harwardt, Eva Wortmann
Ankleiderinnen: Maria Quade, Larysa Beier
Bühnenmeister: Steffen Nodurft, Veikko Poitz, Ekaterina Vakkasova
Beleuchtungsmeister: Ronald Gehr
Beleuchtungseinrichtung: Jörg Wendt
Tonmeister: Enrico Stephan
Toneinrichtung: Bernd Elsholz
Kostümwerkstattleitung: Kirstin Versümer
Schneiderei: Brita Becker, Katrin Stendel, Bärbel Wünsch
Werkstattleitung: Steffen Poitz
Leitung Malsaal: Oleksii Petrov
Bühnentechnik: Michael Briest, Sebastian Franz, Marcel Jatzek, Christian Köppe, Ralf Thalis
Volksstimme | 24. März 2026 | Anna Lisa Oehlmann
»Die Revue vom deutschen Regisseur Eberhard Streul und Mitautor Otto Schenk scheint wie für Hannes Liebmann geschrieben. Er bringt in seinem Wiener Schmäh die Geschichten so authentisch rüber, dass das Publikum am Ende nicht weiß, was gespielt ist und was er wirklich erlebt hat. Mit ausdrucksstarker Gestik und Mimik vermag er Größen der Opern- und Theaterszene überzeichnet nachzuahmen. Für alle, die gern ins Theater gehen und erfahren wollen, wie und durch wen die Theatermagie zustande kommt, ist das Stück ein absolutes Muss. Das Premierenpublikum hat sich köstlich amüsiert und den Schauspieler mit großem Jubel gefeiert.«