Für die, die möglich machen

Am letzten Samstag, dem 20. Juni 2026, war es soweit: Die neue Hafenbühne Tangermünde wurde eröffnet – mit der Premiere von »Monty Python’s Spamalot«. Schon dieser Satz klingt fast erfunden: Tangermünde, Hafenbühne, Ritter, Kokosnüsse, Musik und ein Publikum, das bereit war, sich auf all das einzulassen.


Aber es ist wahr. Es ist passiert.


Ein Mammutprojekt – für Tangermünde, für das Theater, für alle Beteiligten. Eine neue Bühne entsteht nicht einfach dadurch, dass man ein Band durchschneidet und sagt: »Hiermit eröffnet.« Sie entsteht durch Planung, Schweiß, Nerven, Geduld, Improvisation – und durch Menschen, die Probleme lösen, bevor andere überhaupt bemerken, dass es welche gibt.


Diese Kolumne gehört deshalb denen, ohne die dieser Abend nicht möglich gewesen wäre: den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theaters der Altmark.


Dem Ensemble, der Choreografin, dem Musikalischen Leiter, der Dramaturgie, der Oberspielleitung, der Band, dem Grafiker, den Assistentinnen und Assistenten sowie den Kolleginnen und Kollegen aus Technik, Ausstattung, Schneiderei, Maske, Requisite, Licht, Ton, Bühnentechnik, Malsaal, Tischlerei, Polsterei, Schlosserei, Fuhrpark, Verwaltung, Betriebsbüro, Öffentlichkeitsarbeit, Besucherservice.

Denn Theater ist nicht nur das, was vorne zu sehen ist. Theater ist auch das Kabel, das im richtigen Moment funktioniert. Der Scheinwerfer, der dort steht, wo er gebraucht wird. Das Kostüm, das sitzt. Die Requisite, die pünktlich da ist. Die Maske, die hält. Der Ablauf, der trotz Wind, Wetter, Hafenluft und Premierenfieber funktioniert. Theater ist das Zusammenspiel vieler Hände, Köpfe, Herzen und Talente.

Bei einem Projekt wie der Hafenbühne Tangermünde kommt noch etwas dazu: der Mut, Neuland zu betreten. Eine neue Spielstätte hat keine Routine. Sie braucht Menschen, die tun, machen, denken, tragen, schieben, bauen, halten – und weitermachen. Genau das ist geschehen.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Theaterförderverein, der am Ende eingesprungen ist und uns finanziell bei der Pyrotechnik unterstützt hat.

Und dann waren da Sie: das Publikum.

Sie kamen neugierig. Sie kamen offen. Sie haben sich eingelassen auf diesen Wahnsinn aus Rittern, Liedern, absurdem Humor und Spielfreude. Ihre Lachlust war ein Geschenk. Ihre Neugier war ein Geschenk. Ihre Treue ist es ohnehin.

Die Hafenbühne Tangermünde ist eröffnet. Noch schöner ist, dass dieser Abend gezeigt hat, was möglich ist, wenn viele gemeinsam an etwas glauben: eine Stadt, ein Theater, ein Förderverein, ein Ensemble, viele Gewerke – und ein Publikum, das mitgeht.

Dafür möchte ich Danke sagen. Nicht nebenbei. Nicht zwischen Tür und Angel. Sondern ausdrücklich.

Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters der Altmark. Danke an den Theaterförderverein. Danke an Tangermünde. Danke an Stendal. Danke an die Landesregierung von Sachsen-Anhalt. Und danke an unser Publikum.

Sie alle haben diesen Abend möglich gemacht.